Alamierend: Neue Mobbing-Studie veröffentlicht

In Deutschland wird nach einer neuen PISA-Studie fast jeder sechste 15-Jährige (15,7 Prozent) regelmäßig Opfer von teils massivem Mobbing an seiner Schule. Im Schnitt aller Teilnehmerländer der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist sogar nahezu jeder Fünfte (18,7 Prozent) mehrmals im Monat von körperlicher oder seelischer Misshandlung durch Mitschüler betroffen. Dies geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten OECD-Report zum Wohlbefinden von Jugendlichen aus aller Welt hervor.

 

"Für manche ist die Schule ein Ort der Qual",

schreiben die PISA-Autoren. Fast jeder zehnte 15-Jährige aus Deutschland (9,2 Prozent) beklagt, regelmäßig Ziel von Spott und Lästereien zu sein. Und 2,3 Prozent der hierzulande Befragten gaben an, in der Schule herumgeschubst und geschlagen zu werden. Insgesamt sind Jungen im OECD-Schnitt häufiger Mobbing-Opfer in der Schule als Mädchen. Diese sind aber stärker von Ausgrenzung und bösen Gerüchten betroffen.

 

"Mobbing müssen wir in Deutschland viel stärker thematisieren, weil es hier oft noch an den Rand gedrängt wird",

sagte OECD-Direktor Andreas Schleicher der Deutschen Presse-Agentur.

"Da hilft nur eine Null-Toleranz-Praxis, um deutlich zu machen, dass so etwas nicht akzeptiert wird."





Hilfsangebote und Beratungsstellen im Sektor

 

Nummer gegen Kummer

Kostenlose anonyme Hilfs-Hotline für Kinder- und Jugendliche

 

Hilfenummer des Niedersächsischen Kultusministeriums

Anlaufstelle für Opfer und Fragen sexuellen Missbrauchs und Diskriminierung in Schulen und Tageseinrichtungen für Kinder

Beratungsstelle der Caritas

MobbingHelp in Halle (Saale)


Schüler gegen Mobbing

Infoseite