Achtung: Verseuchte Eier im ganzen Sektor

Etwa 1,3 Millionen verseuchte Eier aus den Niederlanden und Belgien sind offenbar über NRW nach Niedersachsen gelangt und verkauft worden.

Das Agrarministerium warnt davor, sie zu essen. Sie enthalten ein Insektenschutzmittel, das Kinder krank macht.

Welche Eier sind betroffen?

Die entsprechenden Chargen der Eier tragen die Stempelaufdrucke 1-NL 4128604 oder 1-NL 4286001 sowie die Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) 14.08.2017 und 16.08.2017.

Update 04.08.2017:

Es sind jetzt auch verseuchte Eier in Sachsen-Anhalt aufgetaucht: Sie tragen den Stempel 0-NL-4352602. Die Eier sind inzwischen aus dem Verkauf genommen.

Update:

Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium in Hannover hat vor weiteren belasteten Eiern aus den Niederlanden gewarnt. Bei folgenden Chargen seien überhöhte Rückstandsbelastungen mit dem Wirkstoff Fipronil festgestellt worden:

  • 0-NL-4310001
  • 1-NL-4167902
  • 1-NL-4385701
  • 1-NL-4339301
  • 1-NL-4339912
  • 2-NL- 4385702
  • 1-NL-4331901
  • 2-NL-4332601
  • 2-NL-4332602
  • 1-NL-4359801

Was ist das Problem?

Laut Behörden in Belgien und den Niederlanden ist das Mittel „Dega16", das - auf Basis ätherischer Öle - etwa für die Reinigung und Desinfektion von Ställen zugelassen ist, in unzulässiger Weise mit Fipronil vermischt worden. Dieses Insektizid wird in der Veterinärmedizin zur Bekämpfung etwa von Flöhen und Zecken bei Hunden und Katzen verwendet. Es ist jedoch als Arzneimittel für die Anwendung bei Lebensmittel liefernden Tieren verboten.

Aufgrund von Analyseergebnissen in Belgien warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor einem potenziell akuten Gesundheitsrisiko für Kinder beim Verzehr von mit Fipronil belasteten Eiern. Für andere Menschen wird dies ausgeschlossen. Das niedersächsische Agrarministerium rät deshalb Verbraucherinnen und Verbraucher dazu, die Eier mit diesen Aufdrucken nicht zu verzehren und zurückzugeben.