23. November 2021 – 89.0 RTL

Lifestyle

Ist das das Ende von bunten Tattoos?

Die europäische Chemikalienagentur will blaue und grüne Farbpigmente ab 4. Januar 2022 verbieten.

Wer ab 4. Januar 2022 sich ein farbiges Tattoo stechen lassen will, der könnte sein blaues...ähm...farbloses Wunder erleben. Ab da gilt nämlich die sogenannte REACH-Verordnung, mit der rund zwei Drittel aller Farben für Tattoos verboten werden.

Zwei Drittel aller Farben wären betroffen

Geht es nach der Europäische Chemikalienagentur (ECHA), werden blauen und grünen Pigmente 74160 und 74260 verboten. Die Farbpigemente bilden die Farben Blue 15 und Green 7, die aber die Grundlage für fast alle bunten Tattoofarben sind.

Das Verbot macht die ECHA natürlich nicht aus Spaß: von der Tattoofarbe geht tatsächlich ein gewisses Risiko aus, aber wie schädlich die Farbe als Tattoo wirklich ist, wurde bisher nicht abschließend untersucht. Jetzt müssen die Hersteller beweisen, dass die Farben unbedenklich sind.

Bundesverband startet Petition

Die Tattoo-Artists und Studios haben nun das Problem, dass sie keinen Ersatz für die Farben haben bzw. anbieten können. Der Bundesverband Tattoo hat deshalb die Petition SAVE THE PIGMENTS gestartet. Denn nach dem Lockdown steht nun das nächste große Problem vor der Tür: Kunden könnten dann ins EU-Ausland zum tätowieren fahren oder in illegalen "Hinterhof"-Studios sich stechen lassen.

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