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 (Foto: Anton Gvozdikov - Fotolia)

70% der Deutschen sind trotz Urlaub für Chef, Kollegen, Arbeitsanliegen erreichbar. Dabei ist das nicht zulässig.

Denn im Bundesurlaubsgesetz steht, dass permanente Erreichbarkeit nicht vorrausgesetzt werden darf. Nur im Notfall darf sich der Chef melden. Aber: Im vertraglich vereinbarten Zusatzurlaub ist gewisse Erreichbarkeit eine zulässige Forderung.

Das gilt nicht nur für Telefonate, sondern genauso für das Beantworten von SMS und E-Mails. Sogar auf dem Diensthandy darf der Arbeitgeber nicht permanent anrufen. Und dabei ist es ganz egal, ob Du eine Führungskraft oder einfach angestellt bist.

Permanente Erreichbarkeit im Vertrag? Ungültig!

Falls in Deinem Arbeitsvertrag eine Klausel steht, dass Du im Mindesturlaub immer erreichbar sein musst, dann ist diese unwirksam. Anders sieht das bei Zusatzurlaub aus. Da Zusatzurlaub immer unter Sonderregelungen steht.

Es soll vorkommen, dass ein Notfall passiert. In dem Fall, dass Du zurück kommen musst, muss der Arbeitgeber die Kosten der verfrühten Rückreise etc. übernehmen. Natürlich muss Dir der Einsatz auch vergütet werden.

Tipps vom Anti Stress Coach:

  • Sich bewusst machen, dass man jetzt Urlaub hat und sich die Auszeit verdient hat!
  • (Dienst)-Handy zu Hause lassen, Mails gar nicht oder nur 1x die Woche lesen

Wer sich trotzdem noch stresst und mit Arbeit beschäftigt:

  • alle eineinhalb Stunden für 3 Minuten Pause machen und 10 Atemzüge lang nur ein- und ausatmen
  • Abends mal 20 Minuten auf die Couch setzen und NICHTS tun