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Fällt im Winter die Heizung in der Wohnung aus wird es schnell kalt und ungemütlich. Reagiert der Vermieter nicht und behebt den Mangel, so haben Mieter verschiedene Möglichkeiten zu reagieren.

Der Mieter kann auf einen Heizungsausfall vielfältig reagieren. Fällt die Heizung aus, stellt dies einen Mangel an der Mietsache dar. Der Mieter kann nunmehr seine Miete mindern. Dies führt aber nicht zwangsläufig dazu, dass der Vermieter den Mangel behebt und die Heizung repariert. Der Mieter kann deswegen Beseitigung des Mangels verlangen oder selbst einen Handwerker damit beauftragen die Heizung instand zu setzen. Die dadurch entstehenden Kosten kann der Mieter mit der Miete verrechnen. Darüber hinaus darf er die Zahlung des Mietzinses verweigern so lang der Vermieter den Mangel nicht behoben hat.

Heizungsausfall: Rechte greifen nur in der Heizperiode

Diese Rechte stehen dem Mieter aber nur zu, wenn die Heizung während der Heizperiode ausfällt. Welcher Zeitraum von der Heizperiode umfasst wird kann mietvertraglich geregelt werden. Fehlt es an einer solchen Regelung müssen die Gerichte den Zeitraum festlegen. Eine einheitliche vor allem höchst richterliche Rechtsprechung dazu fehlt jedoch. So hat das Landgericht Wiesbaden die Heizperiode auf Mitte September bis Mitte Mai festgelegt. Während für das Landgericht Berlin als Heizperiode der Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 30. April gilt.