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Achtung Spoiler-Alarm: Dieser neue Werbespot wird Dich zu Tränen rühren - halte die Taschentücher bereit!

90 Sekunden lang ist der Clip, der gerade heiß diskutiert wird. Wir sehen einen alten Herrn im Altersheim, der von einer Dame namens Anna, wahrscheinlich seine Tochter, regemäßig besucht wird. Doch der Opa reagiert nicht auf Besuche, Bücher und Blumen – er hat vergessen, wie seine Tochter aussieht. Er ist dement.

Eines Tages hat Anna die Idee: Sie schenkt ihm eine Virtual-Reality-Brille mit Bildern aus seinem Haus und Musik aus früheren Zeiten. Plötzlich kann er sich an seine Tochter Anna und an sein früheres Leben erinnern. Die beiden fallen sich endlich in die Arme.

Schau Dir hier den Werbefilm "Anna" von SATURN an:

Dem Saturn-Markt gelingt mit dieser Geschichte um den dementen Opa ein Hit im Netz. 1,6 Millionen Abrufe auf YouTube in den ersten 28 Stunden – Platz 1 in Deutschland bei den YouTube-Trends. Von den nackten Zahlen her ist der neue Werbespot von Saturn mit dem Namen "Anna" im Netz schonmal ein voller Erfolg. Am Mittwochabend wurde er zeitgleich um 20.13 Uhr auf den großen privaten TV-Sendern gezeigt, parallel bei YouTube und Facebook veröffentlicht. In seiner Emotionalität passt der Spot perfekt in die allmählich startende Weihnachtszeit, erinnert an die beinahe schon legendäre Edeka-Reklame "#heimkommen", die auf YouTube inzwischen 56,8 Millionen Abrufe generiert hat.

Produziert hat den Clip die Hamburger Agentur Jung von Matt. Aus ihrer Feder stammen auch schon die bekannten Werbehits mit dem "Heimkommen-Opa" von Edeka oder die "Is mir egal"-Werbung der BVG.

Sei es das eigene Schicksal oder die emotionale Botschaft - die Geschichte geht vielen Zuschauern unter die Haut:

Während die Einen noch ihre Tränen trocknen, werfen die Anderen den Machern Pietätlosigkeit vor: Darf man mit einer ernsten Krankheit Werbung für Konsum-Produkte machen? User Lukas schreibt auf Twitter: "Ich hoffe, jemand bei @jungvonmatt schämt sich ein bisschen für diesen #Saturn-Spot. Billiger kann man kaum auf die Tränendrüse drücken." Stefan schreibt auf Facebook unter dem Video: "Die Werbung ist einfach nur Geschmacklos ihr solltet euch schämen dafür !!"



Saturn kommentiert die Kritik auf ihrer Facebook-Seite:

Wir möchten mit unserem Spot die Gefühle von Angehörigen von kranken Menschen nicht verletzen, es tut uns leid, wenn dies der Fall sein sollte. Mit unseren Spots stellen wir dar, welche Rolle Technik im Leben von Menschen spielen kann – in schönen und in schwierigen Momenten. Wir haben dabei nicht das konkrete Krankheitsbild von Alzheimer im Blick gehabt.

Übrigens ist dieser Spot nicht die einzige Weihnachts-Werbung in diesem Jahr. Er gehört zu einer ganzen Reihe von Clips, die die Themen Angst, Ehe, Hilfe thematisieren.

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