13:12 Uhr fliegt "Astro-Alex" zur Internationalen Raumstation ISS.

Am Mittwoch, 6. Juni um 13:12 Uhr fliegt "Astro-Alex" zusammen mit zwei weiteren Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS. Vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur geht's mit einer Sojus-Rakete ins All. Sechs Monate wird er an Bord der ISS verbringen und dabei mit seinen Kollegen zahlreiche Experimente durchführen. Sein letzter Weltraumflug ist erst vier Jahre her.

Ab 12:30 Uhr Live-Stream vom Raketenstart

Allgemeine Fakten zur ISS:

Zurzeit leben und arbeiten sechs Menschen auf der Raumstation. Es werden vor allem Experimente zur Raumfahrtmedizin, aber auch biologische, chemische und physikalische Experimente durchgeführt, die auf der Erde nicht durchzuführen wären.

Die Raumstation fliegt in einer Höhe von 400 km mit einer Geschwindigkeit von fast 28.000 km/h um die Erde. Alle 90 Minuten hat die Raumstation einmal die Erde umrundet. Die Astronauten können 16 Mal am Tag den Sonnenauf- und Untergang sehen.

Es dauert 8 Minuten bis die Astronauten nach dem Raketenstart das Weltall und die Schwerelosigkeit erreichen. Bis dahin werden sie mit ihrem dreifachen Gewicht in ihre Sitze gedrückt. Der Innenraum besitzt ein Volumen von der Größenordnung einer Boing-747.

Die ISS wiegt 419.455 kg, was ungefähr einer Masse von 300 Autos entspricht. Die ISS ist das größte internationale wissenschaftliche Projekt, das die Menschheit jemals durchgeführt hat. Seit 1998 wird an ihr gebaut. Immer wieder werden Einzelteile ergänzt. Seit November 2000 können Astronauten auf der ISS wohnen.

5 lustige Weltraum-Fakten

  1. Neptun, Saturn und Venus sind drei Badeorte in Rumänien.
  2. Im Weltall kann man nicht rülpsen.
  3. Ein einzelner Raumanzug kostet im Durchschnitt 11 Millionen Dollar.
  4. Könnte man mit dem Auto mit 130 km/h direkt zum Mond fahren, würde man dafür 4 Monate benötigen.
  5. Auf dem Mars wiegen wir nur die Hälfte.

Leben auf der ISS

  • Wie geht man da auf die Toilette?
    Die Weltraumtoilette besteht aus zwei Geräten: Ein langer Schlauch und ein Aufsatz. Wenn man muss, schaltet man das Abflussgerät an. Der Luftzug der dann erzeugt wird, zieht den Urin ein. Der Urin wird nicht entsorgt, sondern von dem Gerät zu Trinkwasser recycelt. Das große Geschäft wird an einem Toilettensitz verrichtet. Der Stuhl landet dann in einer Plastiktüte, die am Sitz vorher befestigt wurde. Diese verschließen die Astronauten, wenn sie fertig sind und entsorgen sie in einem Weltraummülleimer. Den Mülleimer leeren die Astronauten alle 10 Tage. Dann landet der Stuhl mit allen anderen Abfällen, die sich ansammeln in einer Raumkapsel, die in der Erdumlaufbahn verglüht.
  • Was und wie isst man auf der ISS?
    Die Weltraumnahrung lässt sich mittlerweile relativ gut mit normalen Speisen vergleichen. Verpackt sind die Mahlzeiten in Konservendosen oder in Alufolie. Die Nahrung kann gefriergetrocknet, verkocht oder entwässert sein. Meistens müssen die Astronauten die Tüten oder Dosen bloß öffnen, ein wenig Wasser oder Öl dazugeben und fertig. Jeder Astronaut hat sogar eine eigene Essens-Box. Vor dem Flug dürfen sie sich spezielle Gerichte aussuchen, die sie mit zur ISS nehmen. Für Alexander Gerst wurden z.B. schwäbische Käsespätzle und Maultaschen entwickelt.
  • Was macht man da oben in seiner Freizeit?
    Für die Astronauten stehen rund 2 Stunden Fitness pro Tag auf dem Programm. Sie strampeln z.B. auf Standfahrrädern. Das Ganze soll vor allem dem Muskelabbau entgegenwirken und die Knochen stärken. Darüber hinaus dürfen die Astronauten eine bestimmte Anzahl persönlicher Sachen mitnehmen, womit sie sich beschäftigen können. Das können Bücher, Kartenspiele oder Videofilme sein. Außerdem können sie in ihrer Freizeit über ein Videotelefon Kontakt zu ihrem Liebsten aufnehmen.
  • Wie schläft man auf der ISS?
    Da der Astronaut Schwerelos ist, weiß er auch nicht, ob er nun auf einer Matratze, auf dem Rücken oder dem Bauch schläft. Die Astronauten schlafen in Einzelkabinen und Schlafkojen und müssen sich anschnallen, um nicht davonzuschweben. Darüber hinaus müssen sie ihren Schlafsack um sich festbinden. Da die Sonne alle 47 Minuten auf- und untergeht, werden die Schlafkojen abgedunkelt, um für die Astronauten so zu sagen eine Nacht zu simulieren.