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BigNick beim DRK Blutspenden

Alle 7 Sekunden braucht jemand Blut im RTL-Sektor.

89.0 RTL und der DRK Blutspendedienst kommen zu dir und machen Station in deiner Nähe.

  • Freitag, 14. Juni
    Celle, Großer Plan
    mit 89.0 RTL DJ Marc Radix an den Decks
  • Mittwoch, 17. Juli
    Halle, E-Center Merseburger Straße
    mit Social Media Star Justin Prince
  • Donnerstag, 25. Juli
    Erfurt, Am Anger
    mit 89.0 RTL DJ Marc Radix an den Decks
  • Montag, 29. Juli
    Braunschweig, vor dem Schloß
    mit Social Media Star Justin Prince

Komm vorbei! Schenke Leben, spende Blut!

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Marc Radix und Justin Prince beim DRK Blutspenden

Die Nachfrage steigt

Rund 15.000 Blutpräparate benötigen deutsche Kliniken und Notfallambulanzen jeden Tag für ihre Patienten. Oft reicht es gerade für die Hälfte. Und die Nachfrage steigt. Je älter die Menschen werden, desto höher ist der Blutbedarf, denn die Mediziner führen immer aufwendigere Behandlungen auch bei älteren Patienten durch. Gleichzeitig ist die Spendenbereitschaft gerade bei jüngeren Menschen gering.

Wem nützt es?

Alle sieben Sekunden ist hierzulande jemand auf Spenderblut angewiesen, meistens betrifft es Krebspatienten. Wer beispielsweise an Leukämie erkrankt ist, braucht bis zu 14 Blutpräparate pro Woche. Auch bei Herz- und Magen-Darm-Erkrankungen, Unfallverletzungen, Blutarmut, Geburtskomplikationen und Erkrankungen der Leber, Nieren, Knochen und Gelenke werden Blutpräparate benötigt. Mit einer Blutspende können bis zu drei Patienten lebenswichtige Hilfe erhalten. Ob sie der eigenen Gesundheit nützt, ist nicht endgültig erwiesen, doch wer Blut spendet, überprüft seine Blutgesundheit regelmäßig und hat seinen Blutdruck im Blick.

Vollblutspende

Wer von einer Blutspende spricht, meint in der Regel eine Vollblutspende. Der Spender stellt in diesem Fall alle Bestandteile seines lebenswichtigen Stoffes zur Verfügung – das sind rote Blutkörperchen, weiße Blutkörperchen, Blutplättchen und Blutplasma. Ein halber Liter Blut wird dem Spender aus der Armvene in der Ellenbeuge abgenommen, welches in ein steriles geschlossenes Beutelsystem fließt. Das dauert 5 bis 10 Minuten – der gesamte Ablauf etwa eine Stunde.

Gut geschützt

Bei Blutentnahme und Bluttransfusionen stehen der Schutz des Spenders und des Empfängers an erster Stelle. Dies stellen die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes sicher. Unter anderem machen die Richtlinien der Bundesärztekammer (Hämotherapie-Richtlinien) eine Reihe von Vorgaben. So dürfen Männer sechsmal und Frauen nur viermal innerhalb von zwölf Monaten auf die Liege. Das liegt daran, dass Frauen während ihrer Menstruation regelmäßig Blut und Eisen verlieren. Während Blut zwar schnell wieder nachproduziert wird, braucht der Aufbau von Eisen länger. Zwischen zwei Entnahmen müssen acht Wochen liegen.

Wie läuft die Blutspende ab?

Zunächst meldet sich der Teilnehmer im Spendenlokal mit einem gültigen Lichtbildausweis an. Er füllt einen Bogen zum Gesundheitszustand aus, den der Arzt mit ihm bespricht. Außerdem checkt der Arzt unter anderem Puls, Temperatur, Blutdruck und prüft Kreislauffunktionen. Der Mediziner klärt über Risiken und Nebenwirkungen auf, zum Beispiel Schwindel, einen möglichen blauen Fleck oder Nervenverletzungen an der Einstichstelle. Ärzte empfehlen, vor und nach einer Blutspende keinen Sport zu treiben, etwas zu essen (keine fettreiche Kost) und etwa 1,5 Liter Wasser zu trinken.

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Wie geht’s weiter?

Nach der Blutspende kann der Kreislauf geschwächt sein. Aus diesem Grund sollten Blutspender sich eine kurze Erholungspause von 20 bis 30 Minuten gönnen. Häufig steht im Anschluss ein kleiner Imbiss zur Stärkung bereit. Auto-, Motorrad- und Fahrradfahrer dürfen erst wieder nach 30 Minuten am Straßenverkehr teilnehmen. Einen halben Liter Blutverlust kann der Körper innerhalb weniger Tage ausgleichen. Um die Eisenvorräte wieder aufzufüllen, bieten sich Rindfleisch, Spinat, Haferflocken oder Nüsse an. Erstspender erhalten innerhalb von drei bis vier Wochen nach der Spende ihren Unfallhilfe- und Blutspenderpass zugeschickt.

Ein Video, das den Weg des Blutes beschreibt, gibt es hier:

Was passiert mit dem Blut?

Das entnommene Vollblut wird direkt im Beutel mit einer Stabilisatorlösung gemischt, welche die Gerinnung verhindert, sofort gekühlt und innerhalb von 24 Stunden verarbeitet. Im Zentrallabor wird die Blutgruppe des Spenders ermittelt und das Blut auf bestimmte Infektions- und Geschlechtskrankheiten getestet. Bei auffälligen Befunden, wird der Spender sofort kontaktiert. Das Vollblut wird bei der Verarbeitung in seine Bestandteile aufgetrennt. Nur Präparate ohne auffälligen Befund werden freigegeben und an die Krankenhäuser verteilt. Der Beutel wird anonymisiert weitergegeben – nur mit einer Präparatenummer und den Arzneimittelangaben beschriftet. Diese ist im EDV-System des Blutspendedienstes mit dem Namen des Spenders verknüpft und kann unter Einhaltung des Datenschutzes nur von den Mitarbeitenden eingesehen werden. Der Blutspendedienstist verpflichtet, zu jeder Spende und jedem Präparat den betreffenden Spender rückverfolgen zu können – insgesamt 30 Jahre lang.

Blutgruppen

Für die häufigsten Blutgruppen A Rhesus positiv mit 37 Prozent und Null Rhesus positiv mit 35 Prozent mangelt es auch am meisten an Nachschub. Spender mit der Blutgruppe Null und dem Rhesusfaktor negativ haben eine besondere Stellung: Sie gelten als Universalspender, da ihr Blut mit den anderer Blutgruppen kompatibel ist. In Notfällen kann es bei allen Transfusionen eingesetzt werden.

Was Blut alles kann

Vier bis sechs Liter Blut fließen durch den Körper eines erwachsenen Menschen. Von der Lunge nimmt es den Sauerstoff auf und transportiert ihn zu den rund 100 Billionen Zellen des Körpers. Diese verbrauchen den Sauerstoff und gewinnen dabei Energie. Auf dem Rückweg nimmt es Kohlenstoffdioxid auf und transportiert ihn wieder zurück. Am meisten Blut, etwa 30 Prozent, braucht unser Verdauungssystem, inklusive Leber- und Bauchspeicheldrüse. Motor des Blutkreislaufs ist das Herz. Mit seinen pausenlosen Pumpaktionen in den Gefäßen erzeugt es den Blutdruck und sorgt dafür, dass der Kreislauf aufrechterhalten wird.