Einschränkungen für Huawei-Nutzer

Nachdem die US-Regierung Huawei auf die schwarze Liste gesetzt hat, reagiert Google und beendet die Zusammenarbeit mit den Chinesen. Huawei-Smartphones können somit künftig die Google-Dienste nicht mehr nutzen und erhalten keine Updates mehr.

-> Google rüstet mit seinem Betriebssystem Android die große Mehrheit aller Smartphones weltweit aus. Wenn das US-Unternehmen nun nicht mehr mit Huawei kooperiert, hat dies weitreichende Folgen - auch für deutsche Nutzer, weil eine stetige Zusammenarbeit nötig ist, damit das Android-System mit den jeweiligen Smartphones kompatibel ist.

Huawei-Geräte schwer benachteiligt

  • Die Chinesen dürfen künftig nicht mehr den Play Store und andere Google-Dienste auf ihren Smartphones nutzen.
  • Besitzer von aktuellen Huawei-Geräten können allerdings aufatmen, sie sollen weiter die Google-Dienste nutzen können und Updates erhalten
  • Google muss den Technologietransfer mit Huawei stoppen, bei dem es nicht um allgemein zugängliche sogenannte Open-Source-Programme gehe
    -> Auf Geräten der Chinesen dürfe demnach künftig nur noch die Open-Source-Version laufen.
    -> Damit könnten Huawei-Geräte nicht mehr auf Google-Apps und -Dienste wie das E-Mail-Programm Gmail zugreifen.

Was die Entscheidung für Bestandskunden bedeutet und warum Neukunden aufpassen müssen.

  • Gekaufte Handys haben weiter Zugriff auf Google-Services -> Für die Nutzer aktueller Geräte ändert sich zunächst nichts.
  • auch Sicherheits-Updates weiterhin möglich. So werden alle bisher verkauften Huawei-Handys weiterhin funktionieren wie bisher.
  • Nutzer von Huawei-Handys mit bestehenden Lizenzverträgen sollen trotz Lieferstopps zunächst uneingeschränkten Zugang zur Download-Plattform Google Play behalten

Bei Neukauf aufpassen

Künftige Smartphone-Modelle von Huawei sollen nicht mehr auf die Play Services zugreifen dürfen. Auch werden die bisher von Google mit im Paket ausgelieferten Apps wie GMail und Maps für diese Handys gesperrt. Ihnen sollen auch keinerlei Sicherheitsfunktionen von Play Protect mehr zur Verfügung stehen.

Zwar kann jedes Android-Smartphone allein mit den quelloffenen Komponenten des Betriebssystems betrieben werden. Für den Nutzer werden Installation und Betrieb von Smartphone-Funktionen dann allerdings erheblich aufwendiger. Experten erwarten nicht, dass Huawei seinen Käufern dies zumuten wird.

Wie geht´s nun weiter?

Das ist noch offen. Die USA haben einige der Einschränkungen für den chinesischen Netzwerkausrüster und Smartphone-Hersteller Huawei gelockert. Das Unternehmen darf nun 90 Tage lang US-Produkte kaufen, um seine bestehenden Netze zu unterhalten und Software-Updates für die existierenden Smartphones bereitzustellen.
Wie lange dann allerdings dieser Zugang von Huawei-Smartphones zum Google Play Store aufrechterhalten wird, mag im Augenblick in der Konzernzentrale von Alphabet niemand einschätzen. Das dürfte auch wesentlich von der weiteren Entwicklung im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit abhängen. Desweitern seien Gespräche mit Google im Gange, wie mit dem Trump-Dekret umzugehen sei.