Corona

Die neuen Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern im Überblick

Diese Maßnahmen gelten ab dem 2. November.

Foto: Michael Kappeler/dpa
Foto: Michael Kappeler/dpa, Foto: Michael Kappeler/dpa

Die Ministerpräsidenten der Länder und die Bundeskanzlerin haben sich auf einen Katalog an Maßnahmen geeinigt, um die Corona-Infektionszahlen in den Griff zu bekommen. Bereits ab kommenden Montag (2. November) gilt eine massive Kontaktbeschränkung. Demnach können Treffen in der Öffentlichkeit nur noch von zehn Personen aus maximal zwei Haushalten stattfinden. Verstöße werden mit Strafen geahndet.

Die weiteren vereinbarten Maßnahmen:

  • Veranstaltungen, die der Unterhaltung und der Freizeit dienen, sind untersagt.
  • Profisport-Veranstaltungen werden im November ohne Publikum stattfinden.
  • Bars, Restaurants und Hotels müssen schließen. Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause sind aber weiterhin erlaubt. Kantinen dürfen offen bleiben.
  • Sämtliche Kultureinrichtungen wie Kinos, Theater, Opernhäuser, Freizeitparks und Messen müssen schließen.
  • Amateur- und Freizeitsport in Vereinen und auf öffentlichen Sportanlagen wie Stadien und Schwimmbädern soll untersagt werden.
  • Betriebe für Hygiene und Körperpflege wie Nagelstudios, Massagesalons, Tätowierer und Fitnessstudios sollen schließen. Friseure und medizinisch notwendige Behandlungen wie Physiotherapien dagegen dürfen weiterhin öffnen.
  • Um die Verbreitung des Virus im Bundesgebiet zu unterbinden, sind die Bürger aufgerufen, "unnötige" private Reisen zu unterlassen. Dazu gehören nach dem Verständnis von Bund und Ländern auch Besuche von Verwandten. Es wird bundesweit einheitlich ein Verbot touristischer Übernachtungsangebote geben. Unterkünfte für zwingend notwendige Dienstreisen dürfen aber angeboten werden.

Wirtschaftshilfen von bis zu 10 Milliarden Euro

Für die Unternehmen, die schließen müssen, wird es wieder eine Nothilfe geben. Die bisherigen Hilfsmaßnahmen werden verlängert und zum Teil erweitert. Kleinere Betriebe sollen bis zu 75 Prozent ihrer Umsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat bekommen. Größere Betriebe erhalten bis zu 70 Prozent. Wirtschaftsminister Olaf Scholz rechnet damit, dass diese Hilfen die Staatskasse mit 7 bis 10 Milliarden Euro belasten werden.

Bund und Länder fordern die Unternehmen angesichts hoher Infektionszahlen eindringlich auf, Heimarbeit zu ermöglichen - wo immer dies umsetzbar ist.

Kitas, Schulen und Einzelhandel bleiben geöffnet

Schulen und Kindergärten bleiben geöffnet. Die Bundesländer sollen aber in Eigenregie weitere Hygienemaßnahmen einführen. Auch der Einzelhandel soll unter Hygieneauflagen geöffnet bleiben. So sollen in Ladengeschäften Warteschlangen vermieden werden, der Zutritt soll gesteuert werden und pro zehn Quadratmeter darf sich nur ein Kunde im Laden aufhalten.

Da die endgültige Entscheidung über die Maßnahmen bei den einzelnen Bundesländern liegt, kann es je nach Bundesland auch zu Abweichungen von diesen Regelungen kommen.

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