26. August 2026 – 89.0 RTL

Gaming

Gamescom 2026 in Köln startet mit Rekordzahl an Ausstellern

Die Gamescom 2026 in Köln startet mit einem neuen Rekord von über 1.600 Ausstellern und erwartet mindestens 350.000 Besucher bis Sonntag.

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Foto: Koelnmesse / gamescom / Oliver Wachenfeld

Die Gamescom 2026 hat in Köln begonnen. Mehr als 1.600 Aussteller zeigen bis Sonntag ihre neuesten Computerspiele – ein neuer Höchststand. Die Veranstalter rechnen mit mindestens 350.000 Besuchern.

Wie viele Aussteller zeigen ihre Spiele in Köln?

Die Messe verzeichnet mit deutlich über 1.600 Ausstellern einen neuen Rekord. Im Vorjahr waren es noch 1.568 Aussteller. Rund zwei Drittel der Aussteller reisen aus dem Ausland an, besonders viele Unternehmen kommen aus Asien.

Eröffnungsshow: Warnung vor Umbruch in der Branche

Bei der Eröffnungsshow "Opening Night Live" am Dienstagabend jubelten rund 5.000 Besucher neuen Spieletrailern zu. Moderator Geoff Keighley warnte zugleich vor den Risiken des Branchenumbruchs: "Das ist einerseits aufregend und andererseits erschreckend." Nach seinen Worten mussten zahlreiche Studios inzwischen schließen.

Laut Keighley hat der weltweite Chipmangel Gaming-Hardware so teuer gemacht wie nie zuvor. Grund sei der hohe Bedarf an Chips für Rechenzentren, die Künstliche Intelligenz betreiben. Trotz der schwierigen Bedingungen arbeiteten Entwicklerteams weltweit weiter an neuen Spielen, sagte Keighley. Gezeigt wurden unter anderem Trailer zu "Nodus Fall", "Rainbow Six: Tactics", "The Blood of Dawnwalker", "Metro 2039" und "Game of Thrones: War for Westeros".

Deutscher Games-Markt verzeichnet Umsatzrückgang

Der deutsche Markt für Spiele, Hardware und Dienstleistungen setzte im ersten Halbjahr 2026 rund 4,2 Milliarden Euro um. Das sind laut Branchenverband Game drei Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Verantwortlich dafür seien vor allem gestiegene Hardware-Preise.

International bleibt Deutschland ein kleiner Player: Nur etwa fünf Prozent der hierzulande für Spiele ausgegebenen Summen fließen in heimische Produktionen. Eines der wenigen größeren deutschen Studios ist Crytek mit Sitz in Frankfurt am Main.

Politikbesuch und offene Steuerfrage

Am Mittwoch werden mehrere hochrangige Politiker zur Gamescom erwartet: Vizekanzler und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD), Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU). Im Gespräch dürfte die im Koalitionsvertrag von Union und SPD versprochene Steuererleichterung für Gamesunternehmen sein, die bislang nicht umgesetzt wurde.

Der Branchenverband Game macht seit Jahren Druck für solche Vergünstigungen und verweist auf Länder wie Kanada oder Frankreich, wo vergleichbare Regelungen längst existieren.


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