Gesundheit

GesundheitsApps sind beliebt wie nie

Gesundheits-Apps als Alternativen zum Arzt-Besuch?

Nach wochenlangen Kontaktbeschränkungen, Homeoffice bzw. Homeschooling freut man sich, wieder raus zu dürfen und unter Menschen zu sein. Doch wie sieht es mit Arztbesuchen aus bei Ihnen aus? Denkst Du auch an Wartezimmer, die oftmals von Husten und Unwohlsein erfüllt sind? Deshalb sagen viele Menschen wichtige Termine ab und verschieben ihre Routine-Untersuchung beim Zahnarzt um unbestimmte Zeit.

Gesundheits-Apps als Alternativen zum Arzt-Besuch?

Die Alternative dazu scheint der Download einer Gesundheits-App, mit der man seine Gesundheit und alles, was damit zu tun hat, besser beobachten und gegebenenfalls verbessern kann. Seit dem Lockdown Mitte März sind die Downloads und Nutzerzahlen von Health- und Fitness-Apps in Deutschland um 16 Prozent angestiegen. Mit der Zahl von rund 20,4 Millionen App-Nutzer ist das somit ein neuer Höchststand in diesem Bereich. Welche Apps derzeit im Gesundheits-Bereich beliebt sind und welche Funktionen sie bereithalten, erfährst Du hier.


Prävention und Warnsystem:
Corona-Warn-App

Die App, die derzeit in aller Munde ist, ist natürlich die Corona-Warn-App. Sie ist kostenlos und freiwillig, die Bundesregierung ruft dazu auf, diese möglichst zu installieren, da sie nun einmal am besten funktioniert, wenn viele sie nutzen. Das Ziel der App: Infektionsketten nachzuvollziehen und daraufhin das jeweilige Ansteckungsrisiko zu ermitteln.

Die App berechnet das Ansteckungsrisiko und verweist gegebenenfalls daraufhin, dass Sie einen Test machen sollten. Dies ist zunächst eher als dringende Empfehlung zu verstehen, da die Gesundheitsämter keinen Zugriff auf Deine Daten haben. Um sich und Deine Mitmenschen zu schützen, ist es jedoch empfehlenswert, diesen Hinweisen auch nachzugehen.

Alles Wissenswerte über diese App:

https://www.89.0rtl.de


Die Plan-Hilfe:
AppzumARZT

Viele Patienten meiden aktuell den Besuch beim Arzt. Das macht bei reinen routinemäßigen Kontrollen natürlich Sinn, dennoch sollten präventive Maßnahmen nicht außer Acht gelassen werden. Eine Gesundheits-App, die verspricht dabei zu helfen, alles, was mit Prävention und Kontrollterminen für Sie und Ihre Haushaltsmitglieder im Überblick zu behalten, ist die AppzumARZT, die in Zusammenarbeit zwischen der Felix Burda Stiftung und der Assmann Stiftung entstanden ist.

Diese App ist für gesetzlich Versicherte ausgelegt und erinnert den Nutzer an alle Präventionsleistungen der gesetzlichen Krankenkasse. Sie erinnert an Termine, Impfungen, Check-ups, Vorsorge und Früherkennung – und das vier Wochen, bevor diese notwendig werden. In der App lässt sich außerdem das sogenannte Herzalter bestimmen als auch das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Die AppzumArzt dreht sich vor allem um die Früherkennung – und somit die Verhinderung von Krankheiten. Die Macher selbst bezeichnen die App als „idealen Coach für alle Gesundheitsmaßnahmen der Krankenkassen, die schon heute existieren und kostenfrei in Anspruch genommen werden können.“
Die App ist kostenlos in den AppStores verfügbar.

App als Messgerät:
Heart Watch

Dieser Herzfrequenzmesser in Form einer App gehörte im vergangenen Jahr zu den am meisten gekauften Apps im Apple Store. Diese funktioniert mithilfe einer Apple Watch, welche die Herzfrequenz misst – beim Schlaf, beim Sport und im Alltag – und diese anschließend auswertet. Dieses System erlaubt auch eine Langzeitbeobachtung der Herzfrequenz und die Ergebnisse werden in Grafiken dargestellt. Diese werden nicht nur angezeigt, sondern es wird auch erklärt, was diese Messungen eigentlich bedeuten.

Wenn man die App schon etwas länger nutzt, kann man sich auch die Daten der vergangenen Wochen und Monate anzeigen lassen, um mögliche Veränderungen festzustellen. Hier werden sogenannte Bewegungsziele ausgerechnet anhand der Daten, welche die Watch gesammelt hat, und es wird gezeigt, wie viel man am jeweiligen Tag noch stehen und wie viel man sich bewegen sollte. Sie verschafft einen Überblick über die derzeitige Gesundheit und hilft dabei, diese zu verbessern, indem sie diese Daten für den Nutzer sichtbar macht und verständlich visualisiert.
Die App ist nicht kostenlos, der derzeitige Preis im Apple Store liegt bei 4,49€.

Schlaf-Überwachung:
AutoSleep und Sleep Monitor

Wenn es um die Gesundheit geht, sollte der Schlaf nicht ausgeklammert werden.
Für Apple-User gibt es die Tracking-App AutoSleep, die von dem gleichen Hersteller wie HeartWatch bereitgestellt wird, bietet die Möglichkeit, den Schlaf über Nacht aufzuzeichnen. Hier werden die Einschlafzeiten, Unruhephasen und Herzfrequenz gemessen und diese Informationen können unter anderem in der oben beschriebenen HeartWatch App integriert werden. Jedoch muss für diese Aufzeichnungen eine Apple Watch vorhanden sein, welche auch im Bett getragen werden muss.

Für alle Android-User gibt es die App SleepMonitor. Diese beobachtet den Schlafrhythmus zwar nicht so genau wie AutoSleep, enthält aber andere Features, wie die „Smart Clock“, die ein angenehmes Aufwachen ermöglicht, einen Kalender, indem man notieren kann, was man vor dem Schlafen gehen zu sich genommen hat, um beobachten zu können, an welchen Tagen man schlechter oder besser schlief und wie das eventuell mit dem Abendessen zusammenhängen könnte. Zudem gibt es auch die Möglichkeit, sogenannte Schlafgeräusche einzuschalten, wie Regenplätschern oder Melodien, die ein ruhiges Einschlafen ermöglichen sollen.

Die App ist auf Google Play kostenlos erhältlich. Apple-User müssen dagegen 4,49€ bezahlen.


Die Erinnerungs-App: MeineMedizin

Du nimmst regelmäßig Tabletten ein, musst Antibiotika nehmen oder einfach zusätzliche Vitamine – und machst Dir ständig Sorgen, es womöglich zu vergessen? Besonders bei Infektionen und dauerhaften Beschwerden ist das Aussetzen von Medikamenten oft fatal. Wer zum Vergessen neigt, kann sich im App Store die MeineMedizin-App herunterladen und wird dort an all das erinnert. Hier kann man den Zeitrahmen, die Regelmäßigkeit und die Darreichungsform der Medizin eingeben. Du kannst angeben, ob Du das Medikament nachts oder tagsüber einnehmen musst und sogar das Verfallsdatum eintragen.

Zudem gibt es die Möglichkeit, die Medikamente und Mittel, die Du einnimmst, zu fotografieren und hochzuladen, was einen genauen Überblick ermöglicht. Dies kann auch hilfreich sein, wenn man beim Arzt gefragt wird, welche Medizin man in den vergangenen Wochen oder Monaten eingenommen hat. Da die Namen meist schwer zu merken sind, dient diese App nicht nur als Erinnerung, sondern auch als Speicher, der dabei hilft, die Historie der Medikamente im Auge zu behalten.
Die App ist gratis im App Store und auf Google Play erhältlich.


FAZIT:
GesundheitsApps können helfen und unterstützen, aber keinen wichtigen Termin beim Hausarzt oder Facharzt ersetzen.


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