28. Januar 2026 – 89.0 RTL
Gil Ofarim will zurück auf die Bühne, schweigt aber zur Davidstern-Affäre. Seine Mitcamper zweifeln an seinen Comeback-Plänen im RTL-Dschungelcamp.
Der wohl umstrittenste Kandidat in der Geschichte des RTL-Dschungelcamps gibt sich kämpferisch: Gil Ofarim will zurück ins Rampenlicht. Doch während der 43-jährige Sänger von seiner Bühnen-Rückkehr träumt, bleiben die Zuschauer mit vielen offenen Fragen zurück – und seine Mitcamper zweifeln an seinen Plänen.
Mysteriöse Andeutungen am Lagerfeuer
"Ich bin unter anderem auch hier, um etwas zu erledigen, was ich noch zu machen habe", verrät Ofarim seinem Mitstreiter Stephen Dürr am Lagerfeuer. Was genau er damit meint, lässt der gebürtige Münchner bewusst offen. Seine Ankündigung klingt jedoch entschlossen: "In einem Jahr stehe ich auf der Bühne" und "Ich starte einen Neuanfang, das kann es nicht gewesen sein."
Der Hintergrund dieser Worte ist für viele klar: Ofarim hatte 2021 international Schlagzeilen gemacht, als er einem Mitarbeiter eines Leipziger Hotels Antisemitismus vorwarf. Später räumte er vor Gericht ein, diese schwerwiegenden Vorwürfe erfunden zu haben. Nach der sogenannten Davidstern-Affäre zog sich der Musiker zunächst komplett aus der Öffentlichkeit zurück.
Die Sache mit der Verschwiegenheitserklärung
Zu dem Skandal, auf den die Zuschauer wohl am meisten gespannt sind, schweigt Ofarim im Camp weitgehend. Seine Begründung: Er habe eine Verschwiegenheitserklärung unterschrieben und dürfe darum nichts sagen. Sein Anwalt Alexander Stevens bestätigt dies auf Instagram: "Es ist richtig, dass die Verfahrensbeteiligten sich seinerzeit auf eine Verpflichtung zum Schweigen verständigt haben."
Doch reicht diese Erklärung aus, um das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückzugewinnen? Schauspieler Stephen Dürr zeigt sich skeptisch: "Ich glaube nicht, dass der Dschungel für Gil ein Neuanfang sein kann. Bis jetzt erkennt man nicht so richtig, dass Du so geläutert rausgehst." Genau das aber erwarte man von ihm – und ohne diese Läuterung werde ihm der Dschungel nicht helfen.
Generationenkonflikt im Camp
Während Ofarim mit seiner Vergangenheit hadert, offenbart sich im Camp ein anderer Konflikt: die Kluft zwischen den älteren Teilnehmern wie Simone Ballack und Hardy Krüger und den jungen Reality-Stars. "Die haben nur ein Thema: Wer mit wem bumst", kommentiert Ballack trocken. "Die posten ja auch alles. Wenn sie Bauchschmerzen hatten, wenn sie Kotzen. Die sind dann real."
Neben diesen zwischenmenschlichen Spannungen plagen die Kandidaten auch ganz praktische Probleme: Der Hunger nach tagelanger Reis-und-Bohnen-Diät nagt an allen, und der Regen sorgt für die traditionelle Diskussion um die besten Schlafplätze.
Häufig gestellte Fragen zum Thema
Warum ist Gil Ofarim so umstritten?
Gil Ofarim hatte 2021 einem Hotelmitarbeiter in Leipzig vorgeworfen, ihn wegen seiner Davidstern-Kette antisemitisch behandelt zu haben. Später gestand er vor Gericht, diese Vorwürfe erfunden zu haben. Dieser Skandal führte zu seinem Rückzug aus der Öffentlichkeit und macht ihn nun zum umstrittensten Dschungelcamp-Kandidaten aller Zeiten.
Was bedeutet die Verschwiegenheitserklärung konkret?
Die Verfahrensbeteiligten haben sich nach dem Prozess auf eine Schweigepflicht geeinigt. Das bedeutet, dass Ofarim rechtlich nicht über Details des Falls sprechen darf. Sein Anwalt bestätigte dies öffentlich, was erklärt, warum der Sänger im Dschungelcamp zu dem Thema weitgehend schweigt – sehr zum Unmut vieler Zuschauer.
Hat Gil Ofarim realistische Chancen auf ein Comeback?
Die Meinungen gehen stark auseinander. Während Ofarim selbst optimistisch von einer Bühnenrückkehr in einem Jahr spricht, zweifeln seine Mitcamper wie Stephen Dürr daran. Ohne eine erkennbare Läuterung und offene Aufarbeitung des Skandals dürfte ein Comeback schwierig werden – das Dschungelcamp allein wird dafür wohl nicht ausreichen.
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