Organspende

So rettest Du Leben!

Am 6. Juni ist Tag der Organspende.

Viele Menschen leben dank Organspende ein neues, ein geschenktes Leben. Doch derzeit warten ca. 12.000 Menschen auf ein rettendes Organ. Eine Transplantation ist oft die letzte Chance für schwer kranke Menschen.

Es könnten also viele Patienten gerettet werden, stünden mehr Organe zur Verfügung. Doch leider gibt es viel zu wenige Organspender. Nur jeder 6. Deutsche hat einen Organspendeausweis. Wie schaut es bei Dir aus? Hast Du schon einen?

Deine Entscheidung zählt - entweder du bist dafür oder dagegen. Es bleibt Dir selbst überlassen und diese Entscheidung solltest Du in einem Organspendeausweis dokumentieren und Deine Angehörigen auch darüber informieren.

Bin ich automatisch Organspender?

Nein. Jeder Bürger soll ab dem 16. Lebensjahr regelmäßig Informationen zur Organspende erhalten, beispielsweise von seiner Krankenkasse. Dank der Informationen soll jeder eine unabhängige Entscheidung treffen können, ob er seine Organe nach seinem Tod weitergeben möchte oder nicht.

Organe dürfen nur entnommen werden, wenn die verstorbene Person zu Lebzeiten einer Organspende zugestimmt hat. Die Zustimmung kann zum Beispiel auf einem Organspendeausweis oder in einer Patientenverfügung festgehalten werden.

Kann jeder Organspender sein?

Nur wenige Erkrankungen schließen eine Organspende nach dem Tod aus - auch gibt es kein Höchstalter, bis zu dem eine Spende möglich ist. Die wichtigsten Voraussetzungen für eine Organspende sind die Zustimmung und dass bei der verstorbenen Person der unumkehrbare Ausfall der gesamten Hirnfunktionen (Hirntod) festgestellt worden ist. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, prüfen Ärztinnen und Ärzte im Einzelfall, ob der Gesundheitszustand eine Organspende zulässt. Entscheidend hier ist das biologische Alter der Organe.

Ab welchem Alter darf man einen Organspendeausweis wirksam ausfüllen?

Laut Transplantationsgesetz darf man ab dem vollendeten 16. Lebensjahr seine Bereitschaft zur Organspende erklären. Bereits ab dem vollendeten 14. Lebensjahr darf man sich dagegen entscheiden – ohne Zustimmung eines Erziehungsberechtigten.

Bekommt man für Organspende Geld?

Die Entscheidung für Organspende ist freiwillig. Sie ist ein Zeichen der Nächstenliebe. Geld darf bei einer Organspende keine Rolle spielen. Das ist im Transplantationsgesetz (TPG) von 1997 geregelt. Zuwiderhandlungen sind strafbewehrt. Die Kosten, die bei einer Organspende, der Vermittlung und der Transplantation entstehen, übernimmt die Krankenkasse des Empfängers.

Wird nicht mehr alles für mich getan, wenn ich Organspender bin?

Viele befürchten, dass Ärzte Spender eher sterben lassen. Dass dies geschieht, ist sehr unwahrscheinlich. Ärzte, die um das Leben von Unfallopfern kämpfen, arbeiten immer unabhängig von Medizinern, die über die Organ-Entnahme entscheiden. Darum muss niemand Angst haben, dass Menschen zu früh aufgegeben werden.

Wo bekomme ich meinen persönlichen Organspendeausweis?

Einen Organspendeausweis bekommst Du bei Krankenkassen, manchen Ärzten und Apotheken. Oder Du kannst ihn im Netz runterladen oder bestellen.

Zum herunterladen und ausdrucken:

https://www.organspende-info.de/organspendeausweis-download-und-bestellen.html

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