07. Januar 2026 – 89.0 RTL

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Stromausfall: Diese Notfall-Ausrüstung gehört in jeden Haushalt

Was tun bei Stromausfall? Erfahrt, welche Notfall-Ausrüstung man zu Hause haben sollte – von Licht über Wärme bis zur Essenszubereitung.

Stromausfall

Der plötzliche Stromausfall in Teilen Berlins hat es deutlich gemacht: Ohne Elektrizität steht das moderne Leben still. Kein Internet, kein Licht, kein funktionierender Herd - erst in solchen Momenten wird euch bewusst, wie abhängig ihr von der Steckdose seid. Doch mit der richtigen Vorbereitung lassen sich die Auswirkungen eines Blackouts deutlich abmildern.

Die wichtigsten Notfall-Basics für Licht und Information

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt eine Grundausstattung, die in keinem Haushalt fehlen sollte. An erster Stelle stehen Taschenlampen mit ausreichend Batterien - sie sind sicherer als Kerzen und spenden zuverlässig Licht. Ebenso wichtig: ein batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio. Wenn das Handy seinen Geist aufgibt und das Internet ausfällt, bleibt das gute alte Radio eure Verbindung zur Außenwelt. Über den Rundfunk informieren die Behörden bei längeren Stromausfällen über die aktuelle Lage und geben wichtige Verhaltenshinweise.

Kerzen schaffen zwar eine gemütliche Atmosphäre in der Dunkelheit, bergen aber erhebliche Brandgefahr. Die Berliner Feuerwehr rät aktuell ausdrücklich davon ab und empfiehlt stattdessen Taschenlampen. Wer dennoch Kerzen nutzt, sollte diese niemals unbeaufsichtigt brennen lassen und regelmäßig lüften, um den Sauerstoffgehalt in den Räumen zu erneuern.

Ohne Heizung durch den Winter: So bleibt ihr warm

Besonders in der kalten Jahreszeit wird ein Stromausfall schnell ungemütlich. Glücklich, wer einen Kamin oder Ofen besitzt - allerdings nur mit ausreichendem Vorrat an Brennmaterial wie Holz, Kohle oder Briketts. Für alle anderen gilt: Warme Kleidung in Schichten, dicke Decken und die Konzentration auf einen Raum mit geschlossenen Türen helfen, die Körperwärme zu halten.

Lebensgefährliche Fehler vermeiden:

Hier ist absolute Vorsicht geboten: Gasbetriebene Heizgeräte haben in Innenräumen nichts zu suchen - es besteht akute Vergiftungsgefahr. Ebenso warnt die Aktion Das sichere Haus (DSH) eindringlich vor der Nutzung von Holzkohlegrills in geschlossenen Räumen, weder zum Heizen noch zum Kochen. Die Gefahr einer tödlichen Kohlenmonoxidvergiftung ist real und wird häufig unterschätzt.

Warmes Essen ohne Strom: Diese Alternativen funktionieren

Auch bei der Essenszubereitung ist Kreativität gefragt. Ein Fondue-Set mit Brennpaste eignet sich laut BBK hervorragend, um kleine Mengen zu kochen. Auch ein klassisches Stövchen mit Teelicht kann Fertigsuppen aufwärmen. Die Verbraucherzentrale Sachsen warnt allerdings vor Spirituskochern: Das Nachfüllen von Brennspiritus in heiße Brenner ist extrem gefährlich, und größere Mengen sollten nicht gelagert werden. Gaskocher dürfen ausschließlich verwendet werden, wenn sie explizit für Innenräume zugelassen sind.

Am praktischsten ist jedoch ein gut sortierter Lebensmittelvorrat mit Nahrungsmitteln, die sich auch kalt genießen lassen: Konserven mit eingelegtem Gemüse und Obst, Nüsse, Trockenfrüchte, Müsliriegel und haltbare Fertiggerichte. Das Bundeslandwirtschaftsministerium stellt online einen Vorratskalkulator zur Verfügung, mit dem ihr euren individuellen Bedarf für Notsituationen berechnen könnt. Besonders wichtig: ausreichend Trinkwasser und bei Bedarf Babynahrung sollten immer vorrätig sein.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Stromausfall

Wie viel Wasser sollte ich für einen Stromausfall bevorraten?

Das BBK empfiehlt pro Person mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag, idealerweise für einen Zeitraum von zehn Tagen. Das bedeutet etwa 20 Liter Wasser pro Person. Denkt daran, dass bei längeren Stromausfällen auch die Wasserversorgung betroffen sein kann. Mineralwasser in Flaschen ist hier die sicherste Wahl und sollte regelmäßig ausgetauscht werden, bevor das Haltbarkeitsdatum abläuft.

Warum ist Bargeld bei einem Stromausfall so wichtig?

Ohne Strom funktionieren weder Geldautomaten noch Kartenzahlungen in Geschäften. Selbst wenn Läden geöffnet haben, könnt ihr nur mit Bargeld bezahlen. Experten raten, immer einen Bargeldvorrat in verschiedenen Stückelungen zu Hause zu haben - am besten in einem sicheren Versteck. So bleibt ihr auch bei längerem Stromausfall handlungsfähig und könnt notwendige Einkäufe tätigen.

Wie halte ich mein Smartphone bei Stromausfall am Laufen?

Eine vollständig aufgeladene Powerbank ist Gold wert und sollte regelmäßig nachgeladen werden. Noch nachhaltiger sind solarbetriebene Batterieladegeräte, die unabhängig vom Stromnetz funktionieren. Schaltet euer Smartphone in den Energiesparmodus, deaktiviert unnötige Apps und reduziert die Bildschirmhelligkeit. So hält der Akku deutlich länger und ihr bleibt im Notfall erreichbar.

Wer kennt das nicht: Nach einer frostigen Nacht verwandelt sich das Auto in eine weiße Schneelandschaft. Während die meisten Autofahrer wissen, dass vor der Fahrt Scheiben und Kennzeichen freigekratzt werden müssen, herrscht bei parkenden Fahrzeugen oft Unsicherheit. Muss der Parkschein wirklich alle paar Stunden vom Schnee befreit werden? Die gute Nachricht vorweg: Nein, das muss er nicht - zumindest nicht, solange das Auto steht.

Parkausweis sichtbar auslegen - dann ist eure Pflicht erfüllt
Die Regel ist eigentlich simpel: Parkscheine, Parkscheiben und Anwohnerparkausweise müssen beim Abstellen des Fahrzeugs von außen gut erkennbar sein. Wer diese Pflicht erfüllt hat, kann beruhigt sein. Sollte später Schnee oder Eis die Sicht auf den Ausweis verdecken, droht kein Knöllchen - vorausgesetzt, die Berechtigung ist gültig. Der Tüv Thüringen bestätigt: Autofahrer haben ihre Sorgfaltspflicht bereits beim korrekten Auslegen erfüllt.

Das Gleiche gilt übrigens für die Kennzeichen. Werden diese nach dem Parken durch Winterwetter unleserlich, müsst ihr sie nicht zwischendurch freimachen. Anders sieht es allerdings aus, sobald ihr wieder losfahren wollt.

Vor der Fahrt: Mehr als nur ein Guckloch ist Pflicht
Wer sein Auto nach einer Schneenacht bewegen möchte, muss gründlich Hand anlegen. Ein kleines Guckloch in der Frontscheibe mag verlockend erscheinen, reicht aber bei weitem nicht aus. Diese Nachlässigkeit kann nicht nur ein Verwarnungsgeld von zehn Euro nach sich ziehen, sondern im Ernstfall sogar zu einer Mithaftung bei einem Unfall führen.

Auch die Kennzeichen müssen wieder lesbar sein, bevor es losgeht. Sind sie noch verschneit, droht ein Verwarnungsgeld von fünf Euro, so der ADAC Hessen-Thüringen. Doch damit nicht genug: Auch Dach, Motorhaube und Heck sollten vom Schnee befreit werden. Löst sich die weiße Pracht während der Fahrt und gefährdet nachfolgende Verkehrsteilnehmer, werden 25 Euro fällig.

Häufig gestellte Fragen zum Thema
Muss ich meinen Parkschein regelmäßig vom Schnee befreien, wenn mein Auto mehrere Tage steht?
Nein, das ist nicht nötig. Solange ihr den Parkschein beim Abstellen gut sichtbar ausgelegt habt und er gültig ist, müsst ihr ihn nicht zwischendurch freikratzen. Eure Pflicht endet mit dem korrekten Auslegen - was danach durch Schnee oder Eis passiert, liegt außerhalb eurer Verantwortung.

Reicht es aus, nur die Frontscheibe freizukratzen, wenn ich losfahren will?
Nein, definitiv nicht. Alle Scheiben müssen frei sein, damit ihr rundum gute Sicht habt. Ein kleines Guckloch in der Frontscheibe ist nicht nur gefährlich, sondern kann auch ein Bußgeld und im Schadensfall eine Mithaftung bedeuten. Nehmt euch die Zeit für gründliches Freikratzen - eure Sicherheit und die anderer Verkehrsteilnehmer hängt davon ab.

Was passiert, wenn Schnee von meinem Dach während der Fahrt auf andere Autos fällt?
Das kann teuer werden. Wenn sich Schnee vom Dach löst und andere Verkehrsteilnehmer gefährdet oder behindert, droht ein Verwarnungsgeld von 25 Euro. Schlimmer noch: Bei einem dadurch verursachten Unfall könnt ihr haftbar gemacht werden. Deshalb solltet ihr vor jeder Fahrt Dach, Motorhaube und Heck gründlich vom Schnee befreien.


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