08. Januar 2026 – 89.0 RTL

Winter

Winterwetter-Warnstufen: Was die Farben des Deutschen Wetterdienstes bedeuten

Der Deutsche Wetterdienst warnt mit vier Farben vor Winterwetter. Erfahrt, was die Warnstufen bedeuten und wie ihr euch richtig verhaltet.

Warning Warnung

Wenn der Winter Deutschland fest im Griff hat, kann ein Blick auf die Wetterkarte des Deutschen Wetterdienstes euer Leben retten. Doch was bedeuten eigentlich die bunten Farben von Gelb bis Violett? Wir erklären, wann welche Warnstufe gilt und wie ihr euch am besten schützt.

Von harmlos bis lebensgefährlich: Das Farbsystem verstehen

Der Deutsche Wetterdienst nutzt ein vierstufiges Warnsystem, das auf den ersten Blick zeigt, wie ernst die Wetterlage ist. Während Grün Entwarnung gibt und normales Winterwetter signalisiert, solltet ihr bei allen anderen Farben aufmerksam werden. Jede Warnstufe ist mit konkreten Verhaltensempfehlungen verbunden, die im Ernstfall entscheidend sein können.

Gelb: Vorsicht ist geboten

Die erste Warnstufe zeigt leichte Gefahren an. Schneefall, Reif oder überfrierende Nässe können Straßen und Gehwege rutschig machen. Jetzt heißt es: Runter vom Gas und die richtigen Schuhe anziehen. Autofahrer sollten ihre Fahrweise anpassen und deutlich mehr Abstand halten. Für Fußgänger empfiehlt sich festes Schuhwerk mit rutschfester Sohle. Wer morgens das Haus verlässt, wirft am besten noch einen Blick auf die aktuellen Wetterberichte.

Orange: Winterwetter mit Wirkung

Wenn die Karte orange leuchtet, wird es ernst. Verbreiteter Schneefall, ausgeprägte Glätte oder Schneeverwehungen können den Alltag erheblich beeinträchtigen. Der DWD spricht hier von "markantem" Winterwetter. Überlegt euch gut, ob eure geplante Fahrt wirklich notwendig ist. Rechnet mit Verspätungen, gesperrten Straßen und deutlich längeren Fahrzeiten. Wer trotzdem unterwegs sein muss, sollte Winterausrüstung im Auto haben und genügend Zeit einplanen.

Rot: Unwetter -

besser zu Hause bleiben

Bei roter Warnstufe herrscht Unwettergefahr. Starker Schneefall oder gefährliches Glatteis legen den Verkehr teilweise komplett lahm. Jetzt gilt: Nur im absoluten Notfall vor die Tür. Wer dennoch fahren muss, packt Decken, warme Kleidung, Wasser und Proviant ins Auto. Denn bei einem Stau auf verschneiter Autobahn kann es schnell ungemütlich werden. Reduziert Aufenthalte im Freien auf ein Minimum und informiert Angehörige über eure Pläne.

Violett: Extremes Unwetter - akute Lebensgefahr

Die höchste Warnstufe Violett wird nur bei extremen Wetterlagen ausgerufen. Dann drohen großräumige Beeinträchtigungen und echte Lebensgefahr durch extremen Schneefall oder gefährliches Glatteis. Der DWD appelliert eindringlich: Bleibt zu Hause! Verlasst das Haus nur im absoluten Notfall und befolgt unbedingt alle behördlichen Anweisungen. Bei dieser Warnstufe ist mit Stromausfällen, eingeschlossenen Ortschaften und zusammenbrechender Infrastruktur zu rechnen.

Die tückische Gefahr: Gefrierender Regen
Besonders heimtückisch ist Glatteis durch gefrierenden Regen. Anders als bei normalem Schneefall verwandeln sich Straßen und Gehwege innerhalb weniger Minuten in eine spiegelglatte Eisfläche. Selbst erfahrene Autofahrer verlieren hier schnell die Kontrolle. Bei solchen Warnungen gilt: Wege komplett vermeiden, wenn irgend möglich. Die Unfallgefahr ist extrem hoch.

So bleibt ihr informiert

Aktuelle Wetterwarnungen erhaltet ihr über die kostenlose DWD-WarnWetter-App oder direkt auf der Website dwd.de. Auch die Symbole zu Schnee und Glatteis auf der Wetterkarte geben wichtige Hinweise auf mögliche Gefahren. Richtet euch am besten Push-Benachrichtigungen für eure Region ein - so werdet ihr rechtzeitig gewarnt und könnt entsprechend reagieren.

Häufig gestellte Fragen zu Winterwetter-Warnstufen

Wie lange im Voraus warnt der Deutsche Wetterdienst vor Winterwetter?

Der DWD gibt Warnungen in der Regel 24 bis 48 Stunden im Voraus heraus. Bei besonders kritischen Wetterlagen können Vorabinformationen auch früher erscheinen. Kurzfristige Änderungen sind jedoch möglich, weshalb ihr die Warnungen regelmäßig aktualisieren solltet. Die WarnWetter-App sendet automatisch Benachrichtigungen, sobald sich die Lage in eurer Region ändert.

Was gehört zur Notfallausrüstung fürs Auto im Winter?

Neben Eiskratzer und Schneebesen solltet ihr warme Decken, Handschuhe, eine Taschenlampe mit Ersatzbatterien, Wasser und haltbare Snacks dabei haben. Auch ein aufgeladenes Handy-Ladekabel, Starthilfekabel und ein kleiner Schneeschieber können im Notfall Gold wert sein. Denkt auch an warme Kleidung und festes Schuhwerk - falls ihr das Auto verlassen müsst.

Kann ich mich auf die Farbcodes in allen Wetter-Apps verlassen?

Die offiziellen Warnungen des Deutschen Wetterdienstes sind die verlässlichste Quelle. Viele kommerzielle Wetter-Apps nutzen eigene Bewertungssysteme, die von den DWD-Warnstufen abweichen können. Für amtliche Warnungen solltet ihr daher direkt die DWD-Quellen nutzen - entweder über die WarnWetter-App oder die Website. Bei kritischen Entscheidungen verlasst euch am besten auf die offiziellen Informationen.


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