Corona

Neue Teststrategie: Spahn will kostenlose Schnelltests ab 1. März

Ab 1. März sollen alle Bürger kostenlos von geschultem Personal mit Antigen-Schnelltests getestet werden können, so Gesundheitsminister Spahn. Auch Laien-Tests sollen kommen.

Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, hält eine Rede.
Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, hält eine Rede. , Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Um die Gefahr einer erneuten Ausbreitung von Corona-Infektionen bei geplanten Öffnungsschritten zu begrenzen, will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ab dem 1. März allen Bürgern kostenlose Schnelltests anbieten.

Der Bund hatte den Einsatz von Corona-Schnelltests schon in mehreren Schritten ausgedehnt. Sie können bereits in Pflegeheimen, Kliniken und nach Infektionsfällen etwa auch in Schulen verwendet werden - aber vorerst mit geschultem Personal. Dabei brauchen die Proben nicht extra zum Auswerten ins Labor geschickt zu werden. Antigen-Tests gelten aber als nicht so genau wie sonst genutzte PCR-Tests. Laut Robert Koch-Institut (RKI) muss ein positives Ergebnis eines Schnelltests daher mit einem PCR-Test bestätigt werden.

Etliche Bundesländer hatten angekündigt, dass sie ab dem 22. Februar die Grundschulen und Kitas wieder öffnen wollen. Das massive Ausweiten der Tests wird als Möglichkeit gesehen, vor allem die Ausbreitung von hochansteckenden Virus-Varianten schnell zu entdecken und Öffnungsschritte in verschiedenen Branchen zu flankieren. Lockerungen etwa für den Einzelhandel soll es aber nach den Bund-Länder-Beschlüssen ohnehin erst geben, wenn die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz unter 35 fällt.

Zunächst soll es die kostenlose Antigen-Tests für alle in Apotheken, Praxen oder Zentren geben und dort von geschultem Personal durchgeführt werden.

Zulassung von Laien-Selbsttests wird Anfang März erwartet

Auch Laien-Selbsttests sollten nach der bald erwarteten Zulassung für alle zugänglich werden, erklärte Spahn. Diese Testmöglichkeiten könnten zu einem sicheren Alltag beitragen, gerade auch in Schulen und Kitas.

Die Selbsttests können dann gegen einen "geringen Eigenanteil" von einem Euro erworben werden. Das Gesundheitsministerium hatte betont, dass die Zulassung, der in Österreich bereits eingesetzten Selbsttests, Anfang März zu erwarten sei. Zuvor soll das Paul-Ehrlich-Institut die Qualität der Tests prüfen. "Diese Testmöglichkeiten können zu einem sicheren Alltag beitragen, gerade auch in Schulen und Kitas", twitterte Spahn. Das Ministerium verhandele mit mehreren Herstellern.


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