28. April 2026 – 89.0 RTL
Die Bundesregierung erwägt eine gestaffelte Zuckerabgabe auf gesüßte Getränke nach britischem Vorbild. Ziel ist die Senkung des Zuckerkonsums und Bekämpfung von Übergewicht.
Die Bundesregierung erwägt die Einführung einer Zuckerabgabe auf gesüßte Getränke. Ziel ist es, den Zuckerkonsum zu senken und die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern. Die Abgabe könnte nach britischem Vorbild gestaffelt werden.
Gestaffelte Abgabe nach Zuckergehalt geplant
Nach Informationen aus Regierungskreisen soll die Abgabe sich am Zuckergehalt der Getränke orientieren. Je höher der Zuckeranteil, desto höher würde die Abgabe ausfallen. Dieses Modell hat sich bereits in Großbritannien bewährt, wo Hersteller nach Einführung der Steuer den Zuckergehalt ihrer Produkte deutlich reduzierten.
Gesundheitspolitische Motivation im Fokus
Die geplante Maßnahme ist Teil der Strategie zur Bekämpfung von Übergewicht und damit verbundenen Erkrankungen wie Diabetes. Gesundheitsexperten fordern seit Jahren eine solche Abgabe, da übermäßiger Zuckerkonsum als wesentliche Ursache für Zivilisationskrankheiten gilt. Die Einnahmen könnten für Präventionsprogramme verwendet werden.
Die Getränkeindustrie hatte in der Vergangenheit bereits gegen entsprechende Pläne protestiert und vor negativen Folgen für Arbeitsplätze gewarnt.