06. Mai 2026 – 89.0 RTL
Nach der tödlichen Amokfahrt in Leipzig mit zwei Toten wird die Einkaufsstraße dauerhaft gesichert. Der 33-jährige Täter kam in die Psychiatrie, das Motiv bleibt unklar.
Zwei Tage nach der tödlichen Amokfahrt in Leipzig ist das Motiv des 33-jährigen Täters weiterhin ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft schließt politische oder religiöse Hintergründe aus. Der Mann wurde in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen.
Täter in Psychiatrie – Ermittlungen wegen Mordes
Der deutsche Tatverdächtige handelte nach Erkenntnissen der Ermittler im Zustand erheblich verminderter Schuldfähigkeit. Ein Ermittlungsrichter ordnete die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an, da von ihm weiterhin Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgeht. Die Staatsanwaltschaft Leipzig wirft ihm zweifachen Mord sowie versuchten Mord in vier Fällen vor. Es sei wahrscheinlich, dass er weitere Taten vergleichbarer Schwere begehen würde.
Stadt sichert Einkaufsstraße dauerhaft ab
Die betroffene Einkaufsstraße ist mittlerweile wieder für Passanten zugänglich. Die Stadt Leipzig kündigte an, die Straße dauerhaft gegen das Befahren mit Fahrzeugen zu sichern. Die Maßnahmen sollen voraussichtlich am Mittwoch umgesetzt werden.
Am Montagnachmittag war der 33-Jährige mit seinem Wagen in die Fußgängerzone gefahren und hatte gezielt mehrere Menschen angefahren. Zwei Menschen starben, sechs weitere wurden verletzt – zwei von ihnen schwer.
Trauer und Anteilnahme in Sachsen
In Leipzig herrscht große Trauer und Fassungslosigkeit. Viele Menschen legten Kerzen und Blumen nieder und gedachten bei Andachten der Opfer. Sachsens Regierung ordnete Trauerbeflaggung an allen Behörden und Dienststellen des Freistaates an. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) erklärte: „Unser Mitgefühl gilt den Familien und Angehörigen der Opfer. In Gedanken sind wir bei ihnen und allen, die von diesem schrecklichen Ereignis betroffen sind."