19. Mai 2026 – 89.0 RTL

Streik

Niedersachsen: Verdi weitet Warnstreiks im ÖPNV auf fünf Städte aus

Verdi weitet Warnstreiks im niedersächsischen Nahverkehr aus. Nach Göttingen und Hannover sind nun auch Braunschweig, Wolfsburg, Hildesheim, Delmenhorst und Lüchow betroffen.

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Stillstand im Nahverkehr: Busse und Bahnen fahren vielerorts nicht.

Die Gewerkschaft Verdi hat ihre Warnstreiks im niedersächsischen Nahverkehr ausgeweitet. Nach Göttingen und Hannover sind nun auch Braunschweig, Wolfsburg, Hildesheim, Delmenhorst und Lüchow betroffen. Fahrgäste müssen sich auf erhebliche Einschränkungen einstellen.

Wann und wo wird gestreikt?

Die neuen Warnstreiks finden am Donnerstag und Freitag, 21. und 22. Mai, statt. Betroffen sind die kommunalen Verkehrsbetriebe in Braunschweig, Wolfsburg, Hildesheim, Delmenhorst und Lüchow sowie die Lüchow-Schmarsauer-Eisenbahn. Bereits angekündigt sind Arbeitsniederlegungen am Dienstag und Mittwoch in Göttingen. In Hannover streiken Beschäftigte der Üstra und von Regiobus am Mittwoch und Donnerstag. Die S-Bahn Hannover ist nicht betroffen.

Tarifkonflikt ohne Kompromiss

Hintergrund sind Tarifverhandlungen, die seit Mitte Februar laufen. Verdi fordert Entlastungen bei Arbeitszeiten und Schichtdiensten, mehr Urlaubstage sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Die stellvertretende Verdi-Fachbereichsleiterin Stefanie Weiß kritisiert: "Auch nach dem vierten Verhandlungstermin nehmen wir keine ausreichende Kompromissbereitschaft aufseiten der Arbeitgeber wahr."

Der kommunale Arbeitgeberverband Niedersachsen lehnt die geforderte Reduzierung der Wochenarbeitszeit ab. Hauptgeschäftsführer Michael Bosse-Arbogast sagte: "Weniger arbeiten und mehr verdienen, so funktioniert unsere soziale Marktwirtschaft nicht." Er kündigte an, bei Fortbestehen der Forderungen "andere Wege suchen" zu müssen. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 1. Juni statt.


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